Die ersten musikalischen Anfänge in Verlar gehen auf die 20er Jahre zurück.
Mit Klavier und Geige wurde bei Festivitäten in den heimischen Gaststätten
aufgespielt. Einer der damaligen Musikanten war Wilhelm Kleinemeier sen., der spätere
Mitbegründer des Musikvereins Verlar.
Der Name Kleinemeier ist wie kein anderer mit der Chronik des Musikvereins
Verlar verbunden. Er zieht sich bis heute wie ein roter Faden durch die
Geschichte des Vereins.
Im Jahre 1937 versuchte man, einen Spielmannszug zu gründen. Die Blockflöte
sollte die Querflöte ersetzen. Als beim ersten Auftritt so starker Gegenwind
herrschte, dass aus den Blockflöten kein Ton herauskam, war das Thema
Spielmannszug schnell erledigt. Also entschloss man sich, eine Blaskapelle zu gründen.
Dies geschah im Jahre 1938 unter Wilhelm Kleinemeier und Lehrer Kirsch. Die
Gelder für die Erstausstattung an Instrumenten wurden von der Verlarer Bevölkerung
vorgestreckt.
Der erste größere öffentliche Auftritt fand im Winter 1939/40 im Saale
Dahlhoff in Hörste unter dem Kapellmeister Wilhelm Kleinemeier statt. Zur
Besetzung gehörten neben dem Kapellmeister auch die Gebrüder Stefan und Josef
Dirks, sowie Franz Klaus und Franz Kleinemeier.
Im Jahre 1941 fand im Saale Müther das erste Konzert in Verlar statt. Die
Attraktion des "Wunschkonzertes" war: Ein Paukenschlag kostete eine Mark.
Zur Besetzung gehörten zwölf Musikanten, u. a. der heute noch aktive Bassist
Bernhard Kleinemeier, damals neun Jahre alt.
Durch die Kriegsereignisse wurde der Musikverein hart getroffen. Nach dem Kriege
war ein Neuaufbau erforderlich, mit dem 1946 begonnen wurde. Nach und nach, aus
der Gefangenschaft zurückgekehrt, kamen neue junge Musiker dazu, so dass im
Jahre 1951 in den sogenannten "Vereinigten Staaten" von
Holsen-Schwelle-Winkhausen das erste Schützenfest bespielt werden konnte, wo
der Verein auch heute noch spielt. Der Neuaufbau fand noch unter Wilhelm
Kleinemeier statt, aber schon beim ersten Schützenfest fungierte sein Sohn
Alfons als Kapellmeister. Die Proben fanden von Anfang an in der Küche des
Hauses Kleinemeier statt, wo nach dem Üben zu später Stunde so manche Dönekens
erzählt wurden. Wie jeder Verein durchlief auch der Musikverein Harmonie Verlar
Höhen und Tiefen, doch fanden sich immer wieder Idealisten, die Spaß an der
Musik hatten. Einen schweren Schlag erlebte der Musikverein, als am 29. März
1981 Kapellmeister Alfons Kleinemeier im Alter von nur 55 Jahren verstarb.
Danach hielt Uli Hoffmann den Taktstock in den Händen, den er 1991 an Michael
Streit übergab. Der Verein hat gegenwärtig inklusive Nachwuchs ca. 60 aktive Mitglieder. Die
Proben finden in durch Eigenleistung geschaffenen und ausgestatteten Räumlichkeiten im Hause Kleinemeier statt,
die im Jahr 2000 wegen Platzmangels erweitert wurden. Besonderer Wert wird auf die Förderung des Nachwuchses
gelegt, die durch ausgebildete Lehrer erfolgt.
1938
Vereinsgründung durch Willhelm Kleinemeier und Lehrer Josef Kirsch
Nach dem Krieg: Neuaufbau durch Alfons Kleinemeier
1981
Tod von Alfons Kleinemeier, der den Verein über 30 Jahre
vorbildlich mit viel Idealismus als Nachfolger seines Vaters und
Mitbegründers geleitet hat.
Ulrich Hoffmann übernimmt das Amt des Kapellmeisters.
1984
Kreisschützenfest in Holsen
1987
Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Paderborn
als "eingetragener Verein"
1990
Schallplattenaufnahme "Klingende Grüße aus Salzkotten"
1991
Michael Streit wird musikalischer Leiter und Kapellmeister
1994
Anschaffung der neuen Uniform
1998
Jubiläumskonzert "60 Jahre Musikverein" im Gasthaus Heidekrug